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Aktion: Lübeck kann!

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Hl-Live vom 01.02.2021


Jugendtreff St. Jürgen: Spiele für die Kinderklinik

Lübeck - St. Jürgen: Im Dezember hatten der Jugendtreff St. Jürgen und seine Besucher die Idee, auf einen Adventskalender zu verzichten und von dem „übrig gebliebenen“ Geld etwas an einen Regionalen Zweck zu spenden. Am Montag wurde der Erlös an die Kinderklinik des UKSH übergeben.

Die Aktion kam gut an und um auf eine höhere Summe hat der Jugendtreff einen Paypal-Moneypool erstellt. Am 1. Februar war es soweit und die eingekauften Spenden konnten endlich an die Kinderklinik im UKSH überreicht werden. Darunter waren mehrere Gesellschaftsspiele, Puzzles, Duplosteine und vieles mehr, worüber sich die Mitarbeiter sehr gefreut und im Namen der Kinder bedankt haben, da die Kinderklinik einen recht hohen Verschleiß an Spielmaterialen hat.

"Also möchten auch wir uns im Namen der Kinder und allen Mitarbeiter des Jugendtreffs St. Jürgen für die zahlreichen Spenden bei Euch/Ihnen bedanken und freuen uns, dass wir in dieser Zeit etwas „Freude“ verschenken konnten", so Anneke Wiens vom CVJM Jugendtreff.

Am Montag konnten die Spiele übergeben werden. Foto: André Walter

Text-Nummer: 143042   Autor: Jugendtreff/red.   vom 01.02.2021 um 19.04 Uhr


30.01.2021


Corona-Lockdown: Was Lübecks

Jugendlichen wirklich fehlt

Jugendliche leiden besonders unter dem Lockdown - Das sagen sie selbst, und das sagen Pädagogen und Berater - Es geht nicht nur um Homeschooling, Prüfungen und digitale Technik


Briseis (15) aus Lübeck hat Sehnsucht nach ihren Freunden. Andre Walter (46) hält während des Lockdowns im CVJM-Jugendtreff St. Jürgen die Stellung .

.,Das normale Kinder- und Jugendleben findet ja überhaupt nicht statt", sagt er.


Von Hanno Kabel (Lübecker Nachrichten - Lokales - 30.01.2021)

 

Lübeck. Am vergangenen Donners­tag hat Briseis (15) es nicht mehr ausgehalten. Sie rief im CVJM-Ju­gendtreff St. Jürgen an und bat, ein­mal vorbeikommen zu dürfen. Ob­wohl sie wusste, dass dort außer dem Leiter Andre Walter (46) und den Handwerkern, die die Räume renovieren, niemand sein würde. Sie wollte einfach mal wieder dort­hin kommen, wo sie bis vor knapp einem Jahr an Schultagen fastjeden Nachmittag verbracht hat. 

„Einzelfallbetreuung", die ist noch erlaubt. Aber das, was Briseis wirklich fehlt, kann ihr zurzeit nie­mand geben: ihre Freunde. ,, Wir re­den ab und zu über Facetime oder telefonieren", sagt sie. ,, Oder wir benutzen Whatsapp. Aber es ist auf jeden Fall nicht dasselbe, wie sich zu sehen." Das hört Andre Walter auch von anderen Jugendlichen - denen, zu denen er im Moment den Kontakt halten kann. ,,Das normale Kinder- und Jugendleben findet ja überhaupt nicht statt", sagt er. ,,So etwas wie die erste große Liebe mit 15 Jahren - das geht jetzt alles nicht." 

Im ersten Lockdown im Frühjahr sei die Lage noch anders gewesen, sagt die Familientherapeutin Brigit­te Harms-Teigeler vom Beratungs-

zentrum Hüxterdamm der Gemein­dediakonie. ,,Damals haben wir auch von positiven Erlebnissen ge­hört: Eltern erzählten, dass sie weni­ger Stress und weniger Zeitdruck hatten und mehr Zeit mit der Fami­lie verbringen konnten." Jetzt seije­de Leichtigkeit weggefallen. ,, Wir haben Eltern, die berichten, dass die Kinder es schwer haben, sich zu mo­tivieren, aufzustehen, wenn die ers­te Videokonferenz erst um elf ist. " 

 

In der psychischen Belastung sieht Iska Jessen (18), Schülerin der Geschwister- Prenski-Schule und Stadtschülersprecherin, das eigent­liche Problem. Sie klagt, dass die Verantwortlichen die falschen Fra­gen stellten. Sie wünscht sich eine Umfrage unter Schülern. ,,Aber nicht: ,Funktioniert eure Technik?' Sondern: ,Könnt ihr vernünftig schlafen? Könnt ihr vernünftig es­sen? Kriegt ihr euch organisiert?"', fordert sie. ,,Also die Frage nach unserem Wohlbefinden. Technik ist ein völlig zweitrangiges Problem." 

 

Mit den wirklichen Problemen sieht Iska Jessen die Jugendlichen allein gelassen. ,, Wenn wir uns nicht selbst Hilfe suchen, dann kommt niemand. Und wenn wir uns an je­manden wenden wollen, ist es schwer, jemanden zu finden." Diese Zeit werde bei den Jugendlichen „eine sehr große emotionale Narbe hinterlassen" . 

Kai Geipel, Erzieher im Awo-Ju­gendtreff Zollhaus in Schlutup, war am Freitagnachmittag damit be­schäftigt, Basteltüten für 40 Kinder und Jugendliche für die Auslieferung fertig zu machen. ,, Dieses Mal gibt es Tassen mit Wackelpudding", erklärt er. ,,Den isst man auf, und dann füllt man Erde mit Kressesa­men hinein." Vorher habe es zum Beispiel das Zubehör für Stress bälle gegeben (ein Luftballon mit einem Mehlgemisch als Füllung) oder die Zutaten für Schoko-Krossies mit Re­zept. 

Mit Unterstützung des Landes hat der Jugendtreff iPads für die Ju­gendlichen angeschafft. ,,So blei­ben wir über Facetime in Kontakt", sagt Geipel, ,, was gern und viel genutzt wird." Manchmal verbrächten auf diese Weise vier oder fünf Ju­gendliche virtuell einen ganzen Tag zusammen. 

Auch das sei zwar nur eine Notlö­sung, aber besser als nichts. ,,Die sind alle relativ genervt", sagt Gei­pel über die Jugendlichen. ,, Viele freuen sich wieder auf die Schule." Die Basteltüten kämen gut an - nicht nur bei den Kleineren. ,, Da · geht es ganz klar auch darum, dass an ·sie gedacht wird", sagt er. ,, Dass sie merken, dass sie nicht vergessen sind."

 


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